• Biologie

    Unterstufe – Meine Katze lässt sich nicht wirklich erziehen!

    Ausgehend von der Begegnung mit Tieren und Pflanzen aus ihrem alltäglichen Erfahrungsbereich erwerben die Schülerinnen und Schüler ein solides Grundwissen über diese Lebewesen und lernen weitere einheimische Arten exemplarisch kennen.

    Dadurch erschließt sich ihnen die Vielfalt und der Formenreichtum der Natur und sie lernen die verwandtschaftlichen Bezüge unter den Lebewesen kennen.

    Die naturnah gestaltete direkte Umgebung unserer Schule lässt sich dabei in den Unterricht einbeziehen. Die Schülerinnen und Schüler werden für eine Wertschätzung der Natur und einen verantwortungsvollen Umgang mit ihr sensibilisiert.

    Das experimentelle Arbeiten erweitert ihre Kenntnis über das naturwissenschaftliche Arbeiten.

    Mittelstufe – Warum verändert sich alles?

    Das bewusste Erleben der eigenen Pubertät führt bei den Schülern zur Auseinandersetzung mit ihrem Körper und zur Reflexion über Sexualität und dem Verhalten gegenüber anderen. Sie lernen Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen zu übernehmen.

    Die spezifischen biologischen Methoden der Beobachtung und des Experiments werden durch die Arbeit mit dem Mikroskop erweitert. Dadurch erschließt sich den Schülern die zellbiologische Ebene der Lebensphänomene. Die Begegnung mit grundlegenden biologischen Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten auf allen Betrachtungsebenen fördert das vernetzte Denken.

    Oberstufe – Das ist ja alles ganz schön kompliziert, aber auch spannend!

    Der Blick auf die molekulare Ebene der Lebensphänomene erweitert den Erkenntnishorizont der Schüler. Dabei wird deutlich, dass durch eine reduktionistische Betrachtungsweise alleine ein Lebewesen nicht vollständig erfasst werden kann und die Komplexität lebender Systeme synergetische Effekte hervorbringt. Dadurch wird eine Wertschätzung des Lebens bei den Schülerinnen und Schülern gefördert und eine Wertebildung angestoßen. Sie werden angehalten zur fundierten Auseinandersetzung mit Fragestellungen der gegenwärtigen und zukünftigen Gesellschaft , die durch den Erkenntnisgewinn der Biowissenschaften aufgeworfen werden.

  • Deutsch

    Deutsch – der Schlüssel zur Welt

    „Wer, wenn nicht ihr“, lautet die Gegenfrage, wenn gerade auch Abiturienten die Frage nach dem Warum von Bildungsinhalten stellen, „wer, wenn nicht ihr, sollte die Verantwortung für die deutsche Sprache und die deutsche Literatur übernehmen  und diese in die Welt hinaustragen?“  Wenn wir reife Menschen entlassen, sollen diese idealerweise mit einem Sendungsbewusstsein ausgestattet sein, das sie kritisch macht gegenüber der manipulativen Vermittlung von Sachverhalten, das sie sensibel macht für den richtigen Gebrauch der deutschen Sprache und das sie offen macht für die Ästhetik und Aussagekraft der deutschen Literatur. 

    Mit einem vertiefenden und verknüpfenden Spiralcurriculum werden den Schülern und Schülerinnen die Rechtschreibung und Grammatik, die vielfältigen Erscheinungsweisen und die kommunikative Funktion und sodann die Entwicklung der deutschen Sprache nahe gebracht. Die Schüler und Schülerinnen lernen, Sachtexten Informationen zu entnehmen, zu argumentieren und zu diskutieren und kritisch mit den Medien umzugehen. 

    Von den Märchen der Gebrüder Grimm bis zu den Parabeln Kafkas eignen die Schüler und Schülerinnen sich lesend und analysierend eine Vielzahl von Textsorten und einen literarischen Kanon an, der sie exemplarisch quer durch die Jahrhunderte der deutschen Kultur und in die Tiefen der menschlichen Seele führt. Sie bekommen so eine Plattform, um mit anderen zu kommunizieren, um sich selbst auszusprechen und auszuprobieren, um Lebensentwürfe zu erproben, um die Welt zu erfahren und um ihre Sinne ästhetisch zu schulen. 

    Damit dient das Fach Deutsch ganz entscheidend dem sozialen Lernen und es befördert das Miteinander der Schulgemeinschaft. Mittelbar erfüllt der Deutschunterricht auch  Anforderungen anderer Fächer, z.B., indem er den Schülern und Schülerinnen hilft, Inhalte und Lernprozesse zu organisieren. Letztlich obliegt dem Fach Deutsch ein Großteil der Methodenschulung. Es bietet so den Schülern und Schülerinnen nicht nur den Zugang zu Inhalten weiterer geisteswissenschaftlicher Fächer, sondern es dient auch als Bindeglied zwischen den Geistes- und Naturwissenschaften.

  • Ethik

    Darf ich Tiere essen?

    Muss ich immer die Wahrheit sagen?

    Bin ich verpflichtet anderen Menschen zu helfen?

    Ist die Todesstrafe zu rechtfertigen?

    Soll aktive Sterbehilfe erlaubt werden?

    Soll es erlaubt sein, Embryonen außerhalb des Körpers zu befruchten?

    Darf man Menschen klonen?

    Solche und andere Fragen müssen wir täglich für uns selbst beantworten. Manchmal müssen solche moralischen Entscheidungen selbst umgesetzt werden, zum Beispiel wenn du entscheidest, wie du dich ernährst. Oder wenn dein Freund eine Dummheit gemacht hat und du überlegst, ob du dies seinen Eltern, einem Lehrer oder sogar der Polizei verraten willst. Oder wenn in deiner Klasse jemand gemobbt wird und du dich entscheiden musst, ob du ihn verteidigst.

    Eine Vielzahl moralischer Fragen stellen sich aber auch, ohne dass wir sie praktisch umsetzen müssen. Sie stellen sich, weil wir Teil einer Gesellschaft sind, die gemeinsam darüber bestimmt, welche Werte sie verwirklichen will. Die Anzahl dieser Fragen nimmt täglich zu, weil unsere Welt immer komplizierter wird.

    So kann die moderne Medizin das Leben mit vielen Apparaten so weit verlängern, dass es für einige Menschen am Ende unerträglich wird. Darf man diesen Menschen beim Sterben helfen? Darf man sie sogar töten, wenn sie es ausdrücklich wünschen?

    Die Todesstrafe wird in vielen Ländern der Welt praktiziert. Es gibt immer wieder Verbrechen, die scheinbar keine andere Sühne verlangen als den Tod des Täters. Hier müssen wir als Gesellschaft die Entscheidung treffen, ob die Würde des Menschen auch für Täter unantastbar bleibt.

    Im Unterricht wird diesen und vielen anderen Fragen nachgegangen. Es wird argumentiert und diskutiert. Rat holen wir uns häufig in der Philosophie, denn auch wenn uns die Fragen oft sehr neu erscheinen, so lassen sich manchmal trotzdem sehr alte Antworten darauf finden. Daneben beschäftigen wir uns mit den Glaubensinhalten der großen Weltreligionen, die aus einer neutralen Sicht untersucht werden.

    Die eigenen Wertmaßstäbe zu kennen, seine Handlungen begründen und andere Positionen bewerten zu können, bildet von der 7. Klasse bis hin zur Oberstufe ein wesentliches Ziel des Ethikunterrichts. Ethik ist als Schulfach ein Ersatz für das Fach Religion.

  • Französisch

    Leben wie Gott in Frankreich » : Dieses geflügelte Wort aus der Zeit der großen Französischen Revolution lässt erahnen, welch große Faszination und Anziehungskraft dieses Land und seine Bewohner seit jeher gerade auf uns Deutsche ausüben.

    Es reicht aber nicht, Frankreich nur als Urlaubsreisender zu durchstreifen und zu genießen, wenn man dieses Volk, seine Dichter und Philosophen, auch aktuelle gesellschaftliche Phänomene und dgl. wirklich besser verstehen möchte. Dazu braucht es immer auch die Bereitschaft, sich mit der «Sprache Voltaires» auseinanderzusetzen, also Französisch (sprechen zu) lernen. Und dies erst recht, wenn der Sprachraum des Nachbarn nur wenige Kilometer entfernt beginnt.

    Deshalb ist es uns Romanisten am Hebel-Gymnasium trotz des traditionell starken Gewichts der alten Sprachen ein besonderes Anliegen, allen motivierten S u S einen qualifizierten und interessanten Französischunterricht zu bieten.

    I. Sprachlernprofil Französisch am Hebel-Gymnasium

    Fortführung des Grundschul-Französisch ab Klasse 5 in Form einer einstündigen F-AG.  Diese ist als Angebot zu verstehen, um eine gewisse Kontinuität der Sprachausübung zu gewährleisten.

    Wir beginnen offiziell mit Französisch als 3. Fremdsprache in der Klassenstufe 8 neben Alt-Griechisch und NWT. Nach drei intensiven Lernjahren ist dann für die meisten S u S am Ende von Klasse 10 Schluss. Besonders motivierte S u S machen weiter und belegen in der Kursstufe Französisch als Neigungsfach bzw. Profilfach. Das bedeutet, dass sie im Abitur diese Sprache als schriftliches Abiturfach wählen können. Die bisherigen Erfahrungen am Hebel zeigen, dass sich die Leistungen unserer S u S im Vergleich zu den F1 und F2 Schülern sehen lassen können!

    Es besteht die Möglichkeit, Französisch als 4. Fremdsprache ab Klasse 10 bis zum Abitu mit je vier ! Wochenstunden (neu) zu erlernen. Diese Option gilt sowohl für Griechisch-Lernende als auch für besonders geeignete S u S aus NWT. Am Ende des dreijährigen Zyklus erwerben die S u S das Zertifikat « Absolvent des Profils Europäisches Gymnasium ». Dieses Zertifikat verschafft ihnen z.B. einen gewissen Vorteil, wenn sie sich an einer Hochschule oder im Ausland bewerben

    II. Weitere Aktivitäten bzw. Infos zum Fach Französisch

    1. Individuelle Schüler-Austausche mit Frankreich (insb. Brigitte-Sauzay-Programm)
    2. Frankreichaustausch der Klassenstufe 10 mit Meylan (bei Grenoble)
    3. Schülerfahrten:
      • Schon mehrfach haben wir für S u S aus der Kursstufe (NF-Französisch und/oder F-Eu-Gym) Kurzstudienfahrten von 3-4 Tagen nach Paris organisiert, zeitlich jeweils am Schuljahrsende. Laut Beschluss der Fachschaft Französisch besteht aber keinerlei Anspruch auf eine solche Fahrt! Die Entscheidung zur Durchführung einer Parisfahrt liegt allein bei der verantwortlichen Lehrkraft und muss immer von der Direktion genehmigt werden.
      • Seit einigen Jahren führen wir kurz vor Weihnachten eine Exkursion nach Colmar im Elsass durch. Sie betrifft nur die Französisch-Lerner im 1. Lernjahr, d.h. S u S aus der Klasse 8 sowie die Anfänger aus dem Kurs EU-Gym (Klasse 10). Der Besuch des weit über Colmar hinaus bekannten Weihnachtsmarkts soll unsere S u S dazu animieren, erste sprachpraktische und landeskundliche Erfahrungen zu sammeln.

    III. DELF-Prüfungen

    Die DELF-Zertifikate sind standardisiert und in der ganzen Welt anerkannt. Sie werden auch an Schulen von externen Kräften der französischen Kulturinstitute organisiert, in Südbaden vom Centre Culturel Français Freiburg.

    Die Prüfungen der verschiedenen Niveaustufen A1 – B2 sind alle gleich aufgebaut und evaluieren die S u S in den vier Grundkompetenzen: Hören – Lesen – Sprechen – Schreiben. Sie sind kostenpflichtig.

    Am Hebel-Gymnasium bieten wir jeweils gegen Schuljahrsende (meist im Juni) die folgen-den Teilprüfungen an:

    1. A 2 : für die K1 Eu-Gym

    2. B 1 : für die S u S der Klasse 10

    3. B 2 : für die K1 NF bzw. Profilfach

     

  • Gemeinschaftskunde

    „Auch wenn das politische Interesse bei Jugendlichen weiterhin deutlich unter dem Niveau der 1970er und 1980er Jahre liegt, ist der Anteil der politisch Interessierten im Vergleich zu 2002 und 2006 wieder leicht angestiegen.“„Je gebildeter und privilegierter die Jugendlichen sind, desto häufiger sind sie im Alltag aktiv für den guten Zweck.“ Soweit die Shell-Jugendstudie 2010 – eine Aufforderung für die Schule.

    Ziel unseres Gemeinschaftskundeunterrichts (bzw. in der Kursstufe auch des Faches Wirtschaft) ist es, dem politischen Interesse und dem sozialen Engagement eine Orientierungsbasis im demokratischen System der Bundesrepublik Deutschland zu geben: solide Kenntnisse über die gesellschaftlichen, rechtlichen, wirtschaftlichen und politischen Strukturen in unserem Land, begleitet von selbständigem Denken und der Fähigkeit zum Perspektivwechsel und zu begründetem Urteil, und schließlich von der Bereitschaft sich verantwortlich ins politische Geschehen einzubringen.

    Die speziellen Arbeitsweisen des Faches Gemeinschaftskunde sind naturgemäß stark aktualitätsbezogen: die gesellschaftliche, rechtliche, wirtschaftliche und politische Umwelt wird, ausgehend von der eigenen Erfahrung und vom Tagesgeschehen, erforscht und anhand von politischen Kategorien (z. B. Interesse, Legitimation, Teilhabe, Recht und Gerechtigkeit) befragt. Der Unterricht wird, wo möglich, ergänzt durch Erfahrungen in der Praxis. Gemeinschaftskunde beginnt in Klasse 8 und wird bis Klasse 10 im Rahmen eines Fächerverbundes „Geographie + Wirtschaft + Gemeinschaftskunde“ unterrichtet; für die Klassen 11 und 12 wird Gemeinschaftskunde entweder als zweistündiger Pflichtkurs oder als vierstündiges Neigungsfach angeboten. Alternativ  kann aber auch – das ist neu im Profil des Hebel-Gymnasiums – in der Kursstufe das vierstündige Neigungsfach Wirtschaft gewählt werden.

  • Geschichte

    Was den Menschen auszeichnet, ist nicht, dass er Geschichte hat, sondern dass er etwas von seiner Geschichte begreift.
    Carl Friedrich von Weizsäcker

    Wie lebten die Menschen in der Steinzeit? Wieso hatten die Ägypter eine Hochkultur? Was verdanken wir den Griechen und Römern? War das Mittelalter wirklich finster? Was bringt uns die Neuzeit Neues …?

    Das Fach Geschichte wird ab der 6. Jahrgangsstufe unterrichtet. Man orientiert sich zunächst an einer gewissen Chronologie – von der Frühgeschichte bis in die heutige Zeit.

    Ab der 10. Jahrgangsstufe werden verstärkt thematische Schwerpunkte gesetzt, z. B. „Europas Aufbruch in die Moderne“, und es stehen erneut das 19. und das 20. Jahrhundert im Vordergrund.

    Werte wie Toleranz und Demokratie sollten immer im Blickpunkt sein. Exkursionen wollen für ein vertieftes Verständnis sorgen, insbesondere die Besichtigung des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof.

    Lohnt sich das Abtauchen in mehr oder weniger weit zurückliegende Epochen? Ja, denn jeder Versuch, sich in andere Menschen (und Kulturen) hineinzuversetzen, kann gewinnbringend für Gegenwart und Zukunft sein: Wer die Rahmenbedingungen kennenlernt, innerhalb derer einzelne Menschen oder Gemeinschaften in der Vergangenheit lebten, kann ihr Handeln beurteilen und dann im Idealfall sich selbst hinterfragen und verantwortlich handeln.

    Deshalb geht es im Unterricht nie in erster Linie um Daten und Fakten: Die Beschäftigung mit der Geschichte erfolgt quellengestützt, problemorientiert und multiperspektivisch.

    Kann man wirklich alles verstehen, was heute in der Welt vor sich geht? Sicher nicht. Aber: Geschichte hilft!

  • Griechisch

    Das Fach Griechisch wird am Hebel- Gymnasium als dritte Fremdsprache ab Klasse 8 im achtjährigen Gymnasium unterrichtet. Ein wesentliches Element des Unterrichts ist die Sprach- und Textreflexion. Dies führt zu einem differenzierten Umgang auch mit der deutschen Sprache. Ebenso lassen häufige Rückgriffe auf sprachliche Elemente des Lateinischen beide Sprachen leichter verstehen. In diesem Zusammenhang ist darauf zu verweisen, dass sich bei der Vokabelarbeit zunehmend das Verstehen aus dem Griechischen stammender Fremdwörter einstellt. Der moderne Altgriechischunterricht bezieht auch Elemente der neugriechischen Sprache mit ein.

    Der heutige Griechischunterricht ist neben den bekannten Zielen der Schulung des Geistes und der Ausbildung und Förderung wissenschaftspropädeutischer Fähigkeiten und Fertigkeiten vor allem darauf angelegt, sich mit den kulturellen, philosophischen und wissenschaftlichen Leistungen der Griechen kritisch auseinander zu setzen und versteht sich als Grundlage für die Deutung und Bewältigung heutiger Aufgaben und Probleme.

    Im Griechischunterricht beschäftigen wir uns mit Texten, die unbestritten zur Weltliteratur zählen. Dies beginnt bereits in der gut zwei Jahre dauernden Lehrbuchphase: Das Lehrwerk „Kairos“ (Buchner- Verlag) sucht in den zusammenhängenden Lektionstexten „von Anfang an Originalnähe und soll so in einer allmählichen Progression die Übersetzungsfähigkeit aus dem Griechischen anbahnen... In allen Lektionstexten begegnen interessante und zur Interpretation anregende Inhalte. Die Themen... orientieren sich einerseits an den geographischen Räumen Griechenlands, andererseits spiegelt sich in ihrer Abfolge auch teilweise die Entwicklung der griechischen Kultur und Geisteswelt....Wesentlicher Gesichtspunkt bei der Auswahl der Inhalte war sowohl ihre prägende Kraft für die Kultur Europas als auch ihre Relevanz für fächerübergreifende Themen wie Friedenserziehung, Politische Bildung, Mensch und Technik usw.“ Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, sich in ihrem dritten Griechischjahr an der schriftlichen und mündlichen Prüfung zum Erwerb des Graecums zu beteiligen. Aber auch bei erfolgreicher Belegung des Faches Griechisch in der Kursstufe erwerben sie das Graecum.

    Des Weiteren wird ihnen angeboten, als weitere neue Fremdsprache Französisch drei Jahre bis Ende der Kursstufe zu belegen. In diesem Fall können sie, müssen aber nicht, entweder Englisch oder Latein in Klasse 10 ruhen lassen („Europäisches Gymnasium“). Im zweiten Halbjahr dieses dritten Griechischjahres wird meist eine Studienfahrt in den griechischen Kulturraum angeboten, auf die der Unterricht intensiv vorbereitet. Auch die Gelegenheit zu Theater- und Museumsbesuchen wird genutzt.

    Neben der weiteren Pflege der Wortschatzkenntnisse – nun meist autorenbezogen - und dem Einüben der Formen- und Satzlehre ist von zentraler Bedeutung für die Beschäftigung mit dem Fach Griechisch in der Kursstufe die zunehmende Konzentration auf die Literatur. Es werden zusammenhängende Texte aus den Bereichen Dichtung, Philosophie und Geschichtsschreibung erschlossen, übersetzt und interpretiert. Auch hier kann sich das Fach Griechisch an Fächer verbindenden Themen beteiligen: „Migration“, „Aspekte der Zeit“ und „Modellbildung“.

    Wer die Teilnahme an diesem Fach in der Kursstufe mit der schriftlichen Abiturprüfung abrunden möchte, wird sowohl auf den Autor der Übersetzungsklausur als auch das Thema der Interpretationsklausur gezielt im Unterricht vorbereitet.

     

  • Kunst

    Der Kunstunterricht erweitert die zumeist rationale und analytische Dimension des gymnasialen Bildungskanons, indem er die Fähigkeiten sinnlicher Wahrnehmung in altersgemäßen Schritten ausbaut. Sich mit Kunst auseinanderzusetzen, zumal in der Oberstufe, erfordert Kenntnisse und intellektuelle Fertigkeiten. Zugleich aber geht es im Kern darum, den Schülerinnen und Schülern Mut zu machen, ihre eigenen Erfahrungen wertzuschätzen und auch dabei zu helfen, diesen überzeugende ästhetische Form zu geben. Das Fach Bildende Kunst wird in allen Stufen unterrichtet – in den Klassen 5 bis 7 zweistündig, in den Klassen 8, 9 und 10 ein Halbjahr lang zweistündig. In der Oberstufe (K1 und K2) kann das Fach bis zum Abitur durchgängig belegt werden – im Grundkurs zweistündig, im Neigungsfach vierstündig.

  • Latein

    Warum Latein?

    Die lateinische Sprache ist, wie bekannt, die Grundlage vieler europäischer Sprachen, besonders der romanischen Sprachen wie Französisch, Italienisch, Spanisch, aber auch der englischen Sprache.

    Aber das Lateinische bietet mehr: von der ersten Stunde an lernen die Schülerinnen und Schüler den Aufbau der Sprache, jeder Schritt wird entwickelt und begründet. Das Verständnis für grammatikalische Strukturen, das hierbei entsteht, dient auch dem Umgang mit der eigenen Muttersprache (- Latein- und Deutschunterricht arbeiten Hand in Hand -) und bietet beste Voraussetzungen für das Erlernen weiterer Sprachen! Dabei werden weder aktives Sprechen noch das Übersetzen in das Lateinische verlangt; die Unterrichtssprache ist, anders als bei den modernen Fremdsprachen, Deutsch.

    Das systematische Lernen der Vokabeln und Formen schult das Gedächtnis und führt zu persönlichen Lerntechniken, und die Arbeit an lateinischen Texten verlangt Genauigkeit im Hinsehen und Unterscheiden von sprachlichen Merkmalen: das alles fordert und fördert Sorgfalt, Geduld und Konzentration - alles Fähigkeiten und Arbeitshaltungen, die für alle Schulfächer und natürlich auch für das spätere Berufsleben gar nicht hoch genug einzuschätzen sind.

    Durch den intensiven Sprachunterricht lernen die Schülerinnen und Schüler die Vorstellungen und Erfahrungen der Antike und damit eine Wurzel der heutigen europäischen Kultur sehr gut kennen. Natürlich sollen diese Vorstellungen nicht kritiklos übernommen werden.

  • Mathematik

    Das Fach Mathematik leistet einen maßgeblichen Beitrag zur Allgemeinbildung und zur Studierfähigkeit der Schülerinnen und Schüler. Mathematik begleitet uns nicht nur überall im Alltag, Mathematik ist vor allem unverzichtbarer Bestandteil der Beschäftigung mit den Naturwissenschaften sowie vieler anderer Fachgebiete, angefangen vom Ingenieurwesen über Betriebswirtschaft bis hin zur Psychologie, die ohne statistische Verfahren nicht auskommt. Der Schulunterricht geht zunächst von der Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler aus, zunehmend werden dann auch abstrakte Fragestellungen betrachtet. Zentrales Ziel ist die Fähigkeit, Probleme mittels mathematischer Überlegungen zu lösen. Es beginnt mit den Textaufgaben, die ein einfaches Problem beschreiben, das rechnerisch oder graphisch gelöst werden kann, und setzt sich in höheren Klassen fort durch Modellierung: Problemstellungen werden in die exakte Sprache der Mathematik transformiert, mittels der erlernten mathematischen Verfahren werden Lösungen ermittelt und diese werden rückübersetzt in den ursprünglichen Kontext. Dabei vermittelt das Fach vielfältigste Verfahren von Zahlentheorie über Geometrie, Analysis bis zur Wahrscheinlichkeitsrechnung und zur beurteilenden Statistik.

    Die Anforderungen, die Mathematik an die Schülerinnen und Schüler stellt, sind sehr umfangreich. Insbesondere kommt es auf Systematik und Genauigkeit an. Jeder Schritt muss logisch auf dem vorangegangenen aufbauen. Jedes Ergebnis muss begründet werden können. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler folgerichtiges Denken und logische Argumentation. Da mathematische Sachverhalte abstrakter Natur sind, schult dies die Argumentationsfähigkeit und die Fähigkeit, Strukturen zu erkennen und zu verallgemeinern.

    Am Hebel-Gymnasium werden verschiedene Möglichkeiten genutzt, um vertieftes Interesse am Fach zu wecken. Schon in der Unterstufe gibt es den Wettbewerb „Problem des Monats“ mit kleinen Knobelaufgaben, die Klassen 9 und 10 beteiligen sich am internationalen Wettbewerb „Mathematik ohne Grenzen“, bei dem die ganze Klasse arbeitsteilig eingebunden ist. Für besonders Interessierte gibt es den Landeswettbewerb Mathematik und den Bundeswettbewerb, an denen regelmäßig Hebel-Schüler teilnehmen, teilweise mit glänzenden Erfolgen.

  • Musik

    Wer seine Stimme entdeckt hat, kennt seinen persönlichsten Reichtum. Mit dem Gehör gelingt es uns, mit unseren Mitmenschen in Kontakt und Austausch zu treten. Bewegen wir uns zur Musik, spüren wir den Ausdruck unserer eigenen Lebendigkeit. Und mit dem Wissen aus der Musikgeschichte und der Musiktheorie werden wir zu wachen Zeitgenossen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Musikunterricht, der diese hohen Ziele erfüllen kann, ist ein Kunstwerk an sich. Ansätze zu verwirklichen versucht die Fachschaft Musik: zum einen durch den Fachunterricht, der bis zur Mittelstufe zweistündig erteilt wird und später als Abiturkurs belegt werden kann; zum anderen besteht ein reichhaltiges Angebot an Arbeitsgemeinschaften wie Chor, Orchester, Musical, Jazz und Rock. Einige AGs werden auch von Schülern geleitet. Bei jährlichen Konzerten bringt die Musik die Schule auf die Bühne und in den Blick der Öffentlichkeit.

  • Philosophie

    „Philosophie? Das sind doch die unverständlichen Sprüche von so komischen Tattergreisen.“

    So oder ähnlich wird wohl die spontane Schüler Antwort sein, wenn die Frage nach diesem Begriff aufkommt. Jedem gehen hierbei sofort Bilder durch den Kopf, auf denen alte, in Tücher gewickelte Männer mit Rauschebärten bedeutungsvolle Reden schwingen und besserwisserische Posen einnehmen.

    „Und das gibt es jetzt auch als Schulfach? Was bringt mir das denn?“, fragt sich der pragmatisch denkende Oberstufenschüler nun, der zu Beginn der Kursstufe 2 vor die Wahl gestellt wird, ob er dieses Fach belegen soll.

    Was bringt also Philosophie in der Schule?

    Philosophie ist in erster Linie „Denksport“. Nicht die Beschäftigung mit den oben erwähnten alten Herren steht im Vordergrund, sondern ein selbstbestimmtes Nachdenken. Man lernt nicht langweiliges Labern, sondern ausführliches Argumentieren: Seinen Standpunkt deutlich zu machen und plausible Begründungen für seine Sichtweise zu finden, sind zentrale Elemente in diesem Fach. Erst dann lassen sich die Grundfragen des Menschseins gewinnbringend erörtern - und vielleicht sogar beantworten.

    Die beiden Themenfelder, Dialektik und Anthropologie, bieten jedoch nur ein paar Aspekte, die innerhalb der Philosophie behandelt werden. Natürlich gibt es auch etliche weitere Fragen, die uns dort beschäftigen: Wie kommt überhaupt Wissen zustande? Können wir zwischen Realität und Virtualität noch unterscheiden? Gibt es „Wahrheit“ wirklich?

    Die Philosophie bietet auch immer die Möglichkeit, dass die Kursteilnehmer eigene, aktuelle Themenvorschläge einbringen und so aktiv den Unterricht mitgestalten können.

    Aber vielleicht macht es dem ein oder anderen ja selbst auch Spaß, sich mit den klassischen Denkern des Abendlandes auseinander zu setzen und über ihre „klugen Sprüche“, wie Sokrates‘ „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ zu sinnieren. Auch diejenigen werden nicht zu kurz kommen. Und am Ende vielleicht doch etwas wissen.

  • Physik

    Am Beginn des Physikunterrichts steht die bewusste Wahrnehmung alltäglicher Phänomene. Mit offenen Augen für die Welt um uns herum können wir Anknüpfungspunkte an unsere eigene Lebenswirklichkeit entdecken. Die Beschreibung der Phänomene zuerst mit eigenen Worten führt zur schrittweisen Einführung der physikalischen Fachsprache. Dass die Wahrnehmung mit unseren Sinnen auch trügen kann, zeigt die Notwendigkeit präziser Messungen.

    Ausgehend von den Phänomenen ergeben sich physikalische Fragestellungen, die in Experimenten vertiefend untersucht werden. Wir führen in Praktika selbst Versuche aus, erhalten Messwerte und stellen diese in geeigneter Weise dar. Schlussendlich werden die Zusammenhänge zwischen den einzelnen physikalischen Größen auch mathematisch beschrieben, auch mit Hilfe vom grafikfähigen Taschenrechner und Computer.

    Eine wichtige Methode der Physik ist das Denken in Modellen. Wir erfahren, dass komplexe Sachverhalte mit einfachen Modellen beschrieben und erklärt werden können. Diese Modelle werden je nach Fragestellung hinterfragt, nötigenfalls erweitert und präzisiert. Aus Beispielen der Technik lernen wir, wie sich die Erkenntnisse der Physik für das Leben der Menschen nutzbar machen lassen. Im Physikunterricht erlangen wir damit die fachlichen Grundlagen, um Antworten auf die Herausforderungen unserer heutigen Welt von der Sicherheit im Straßenverkehr bis zu ganz aktuellen Fragen der Energieversorgung in verantwortungsvoller Weise mitgestalten zu können.

  • Religion

    Worum geht es im Religionsunterricht?

    Miteinander leben

    Die Schülerinnen und Schüler begegnen Formen des gelebten christlichen Glaubens ihrer eigenen Konfession, sie begegnen in ökumenischer Offenheit der anderen Konfession und lernen andere Konfessionen kennen. Begegnungen außerhalb der Schule sind wichtig. Im sozialen Miteinander lernen sie, ihre eigene Meinung begründet zu vertreten, andere Standpunkte zu verstehen und zu tolerieren sowie Konfliktsituationen gewaltfrei zu lösen.

    Nach Gott und dem Sinn der Welt fragen

    Der christliche Glaube betrachtet die Welt als Schöpfung Gottes; die Schülerinnen und Schüler lernen dieser Welt, sich selbst und anderen zu begegnen. Sie werden angeregt, innezuhalten, zu staunen und die kleinen und großen Dinge des Lebens als Geschenk Gottes wahrzunehmen und sich über sie zu freuen.

    Die biblische Botschaft hören

    Die Schülerinnen und Schüler lernen die Geschichte und Texte der Bibel als wesentliche Grundlage des christlichen Glaubens kennen. Die Bibel erzählt von menschlichen Erfahrungen mit Gott, die Menschen zu allen Zeiten machen und gemacht haben: Angst, Scheitern, Schuld, Trauer, aber auch Freude, Glück, Solidarität und gelingende Gemeinschaft. Die Botschaft Jesu Christi bietet Wege an, die durch Krisen tragen und Grund zur Hoffnung geben.

    Miteinander feiern

    Die Schülerinnen und Schüler können im Religionsunterricht Glaubenserfahrungen reflektieren und sie darüber hinaus gemeinsam in Gottesdiensten im Jahreskreis erleben.

  • Sport

    Die neu an unsere Schule ankommenden Fünftklässler starten mit einem Sport-, Spiel- und Fitnesstag, der in der Einführungswoche stattfindet. Zahlreiche Perspektiven, die uns im Sportunterricht wichtig sind werden hier schon für die Schüler erfahrbar: zum Beispiel mit seinen Mitschülern zu kooperieren und in Wettkampf zu treten, das eigene Gesundheitsbewusstsein zu fördern, seine eigene Leistung richtig einzuschätzen, sich durch Üben verbessern, aber auch Kreativität zu entwickeln sowie Fairness und die Bereitschaft Konflikte zu lösen zu zeigen.

    Bewegung als Lebensprinzip und die Motivation zum lebenslangen Sporttreiben kennzeichnen den erziehenden Sportunterricht. Dabei steht für uns im Vordergrund ein positives Gefühl für seinen Körper zu entwickeln und das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit zu stärken.

    Im schulischen Sportunterricht vermitteln wir, dass es sich lohnt zu trainieren und sich dadurch sportlich zu verbessern. Zum Beispiel

    schließt sich dem Ausdauertraining in der Schule die Möglichkeit der Teilnahme am Stadtlauf oder dem „Swim and Run“ an. In der 5. Klasse findet ein Sponsorenlauf zu Gunsten unserer Partnerschule in Kenia statt.

    Neben dem Basiskanon der Sportarten wie Basketball, Fußball, Volleyball, Leichtathletik, Turnen, Gymnastik-Tanz, können Schüler ihre Kenntnisse und Fähigkeiten auch im Unihockey, Ultimatefrisbee oder Rugby erweitern, vertiefen, variieren und optimieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Schwimmen im angrenzenden Hallenbad und im Sommer im Freibad.

    Unser Schulleben gestaltet sich auch durch zahlreiche sportliche Aktivitäten wie z.B. der im Wechsel mit dem Sommersportfest stattfindende Wintersporttag in Sörenberg, an dem die ganze Schule teilnimmt sowie Fußballturniere vor Weihnachten und im Sommer.

    Die Schüler können aus einem vielfältigen Angebot an Sport-Arbeitsgemeinschaften auswählen (von Basketball bis Schwimmen über Tanz wie auch Mädchenfußball). Viele dieser AGs werden von ausgebildeten engagierten Schülermentoren mitgeleitet. Ebenso nehmen jedes Jahr Schülermannschaften in verschiedenen Sportarten am Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ teil.

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  • Wirtschaft

    Aufgaben wirtschaftlicher Bildung:

    Angesichts der wachsenden Bedeutung und zunehmenden Komplexität wirtschaftlicher Strukturen und Prozesse ist eine fundierte ökonomische Bildung Grundvoraussetzung zur Bewältigung privater, beruflicher und gesellschaftlicher Lebenssituationen und zum Verständnis der Interdependenzen zwischen Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.

    Ökonomische Bildung als Allgemeinbildung verstanden ermöglicht Kindern und Jugendlichen, die wirtschaftlichen Bedingungen ihres Lebens zu reflektieren. Damit leistet ökonomische Bildung einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des mündigen Bürgers, der in der Lage ist, die wirtschaftlichen Zusammenhänge seines Lebens zu verstehen, sachgerechte Entscheidungen zu fällen und verantwortungsvoll als Wirtschaftsbürger in der Demokratie zu handeln. (Auszug Bildungsplan Wirtschaft)

    Wirtschaft an unserer Schule:

    Wirtschaftliche Elemente und Thematiken werden den SchülerInnen am Gymnasium im Rahmen des Fächerverbundes GWG (Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde) bereits ab Klasse 5 den SchülerInnen integriert zunächst in Geographie, ab Klasse 8 verstärkt auch in Gemeinschaftskunde vermittelt.

    In der Kursstufe haben die SchülerInnen die Möglichkeit, Wirtschaft als eigenständiges Fach vierstündig zu wählen.

    In Zukunft (im Hinblick auf den nächsten Bildungsplan), wird das Fach Wirtschaft – in Kombination mit der Berufs- und Studienorientierung – eine noch größere Rolle spielen als bisher. Geplant ist ein eigenständiges Fach, dann entkoppelt vom bisherigen Fächerverbund, welches in der Mittelstufe angesiedelt sein wird.