Frankreichaustausch

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Frankreichaustausch mit dem Lycée du Grésivaudan

Das Hebel-Gymnasium legt großen Wert auf die Pflege eines Schüleraustauschs, bei dem die Beziehung zum schulischen Leben vor Ort und die Begegnung in Familien angestrebt werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Möglichkeit haben, persönliche Kontakte zu knüpfen und die im Unterricht gewonnenen Sprachkenntnisse zu vertiefen. Für die 10. Klassen besteht der lebhafte Kontakt nach Frankreich zum Lycée du Grésivaudan in Meylan bei Grenoble (seit 1999).

Seit 1999 Jahren gibt es die Partnerschaft unseres Hauses mit dem Lycée du Grésivaudan in Meylan. Diese Schule betreut - mit Berufskolleg - knapp 2000 Oberstufenschüler. Sie liegt in einem Vorort von Grenoble, der geprägt ist von vielen mittelständischen, z. T. mit den Forschungsinstituten der Universität eng zusammenarbeitenden High-Tech-Betrieben, aus deren Milieu sich die Elternschaft der Schüler rekrutiert. Die Schule gilt als anspruchsvoll - von hohem Niveau - und hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Schüler auf berufliche Karrieren vorzubereiten, die eine gewisse Weitläufigkeit von ihnen erfordern. Entsprechend pflegt sie Partnerschaften mit nahezu 30 Partnerschulen in allen fünf Kontinenten.

In jedem Schuljahr haben nun die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 die Möglichkeit, die erworbenen Sprachkenntnisse in Alltagssituationen anzuwenden und unsere "Nachbarn" besser kennen zu lernen. Alle Schüler haben die Möglichkeit, in Familien mit einem deutsch- bzw. englischsprechenden Elternteil aufgenommen zu werden, so dass sie sich ohne Probleme in der sprachlich fremden Umgebung bewegen können. Wir halten eine Teilnahme nach wie vor für sehr sinnvoll, da zum einen die Klassengemeinschaft gestärkt wird und zum anderen jeder einzelne Schüler für sich wichtige Erfahrungen sammeln kann.

Die französischen Gäste besuchen uns immer für zehn Tage im November/ Dezember besucht. Der Gegenaustausch findet meist Anfang/Mitte Mai des Folgejahres statt. Alle Kosten für die französischen Schüler in Deutschland werden von deutscher Seite, alle Kosten für die deutschen Schüler in Frankreich von französischer Seite getragen. Eventuelle finanzielle Engpässe in einer Familie können von der Schule aufgefangen werden. Ebenso würden wir Möglichkeiten ausloten, einen Gast in einer anderen Familie unterzubringen, sollte das nötig werden.

Der Austausch bietet eine so schnell nicht wiederkehrende Möglichkeit, den französischen Schulalltag und das französische Schulsystem kennen zu lernen bzw. Einblick zu nehmen in das französische Familienleben und umgekehrt. Die Vorbereitung im Französischunterricht an unserer Schule befasst sich mit den Städten Grenoble und Lyon und der Region Rhône-Alpes als Partnerregion Baden- Württembergs. Analog beschäftigt man sich in Meylan mit unserer Region am Rheinknie.

Der Schüleraustausch hat definitiv andere Qualitäten und Zielsetzungen als ein Ferienaufenthalt oder eine touristische Städtereise. Ziel ist es nämlich, die jungen Menschen mit gleichaltrigen in Kontakt zu bringen und sie unter Anleitung in die Lage zu versetzen, ihre biografische und soziale Situation in der Fremdsprache in Beziehung zu setzen zu der ihrer jeweiligen Partner. Diesem Zweck dienen die themenzentrierte Gruppenarbeit, aber auch die Exkursionen. Sich einzuüben in die Rolle des Gastgebers und Gastes bei u.a. verschiedenem, sozialem Hintergrund ist ein weiteres wichtiges Erziehungsziel in einem zusammen-wachsenden Europa. Der flüssige Erwerb der Alltagssprache als Anliegen des modernen Fremdsprachenunterrichts versteht sich von selbst.

Mit Ausnahme des letzten Punktes haben alle diese Zielsetzungen auch für die Naturwissenschaftler und Griechen ihren Wert. Die Erfahrungen der bisherigen Austauschmaßnahmen waren für die teilnehmenden Schüler und uns Lehrer sehr ermutigend und wir gehen davon aus, dass sich der Aufwand für alle Beteiligten auch in Zukunft lohnen wird.