Am Freitagmorgen, dem 27. März, erlebten wir einen ganz besonderen Tag:
Unser Französisch- Ausflug, organisiert von unserer Lehrerin Frau Schnabel, stand auf dem Programm. Da sie selbst eine Zeit lang an dieser chule gearbeitet hatte, konnte sie schon Wochen vorher, Kontakte zu den dortigen Lehrkräften herstellen und diesen Austausch ermöglichen.Gemeinsam mit der 8. Klasse unter der Leitung von Frau Giese machten wir, die Schüler*innen der K1, uns um acht Uhr morgens mit dem Bus auf den Weg nach Ottmarsheim in Frankreich. Die Fahrt dauerte etwa fünfundvierzig Minuten, und gegen 8:45 kamen wir an. Die Strecke war sehr angenehm, da wir nicht über die Autobahn fuhren, sondern über kleine, romantische Landstraßen. Als wir vor der Schule ankamen, waren wir zunächst ziemlich überrascht: Am Eingang kam uns nämlich eine Horde von Polizisten ntgegen! Zuerst waren wir etwas beunruhigt, doch schnell wurde uns erklärt, dass es sich lediglich um eine Anti-Terror- Übung und Prävention handelte, die einmal im Jahr stattfindet. Dass wir genau an diesem Tag dort aren, war also reiner Zufall. Nach unserem kleinen Schreck wurden wir von den Achtklässlern getrennt, die ihr eigenes Programm mit ihren Austauschschülern geplant hatten. Wir, die K1er lernten nun erst einmal unsere rieffreunde kennen, die uns in ihrem Klassenraum schon herzlich mit einem Frühstück- mit Croissant und Kakao- begrüßten. Anschließend spielten wir verschiedene Kennenlernspiele, stellten uns vor und erfuhren Stück für Stück mehr über unser Gegenüber. Später bekamen wir eine Führung durch das Schulgebäude, wobei wir die Sporthalle aufgrund ihrer großen Kletterwand, besonders beeindruckend fanden. Ein weiteres Highlight war der Besuch in der Grundschule, die direkt nebenan liegt. Die Kinder freuten sich sehr über unseren Besuch und wollten unbedingt viel Deutsch hören. Sie fragten uns neugierig, wie wir unsere Schule und unsere Lehrer fänden und ob uns Schule Spaß machen würde. Als wir dann Pause hatten, fiel uns jedoch auf, dass der Schulalltag in Frankreich deutlich anders organisiert ist als in Deutschland. Bereits zu Beginn wussten wir, dass in Frankreich die Schulen stets abgeschlossen sind, was für uns leicht wie ein Gefängnis wirkte. Alles wirkte sehr streng und viel stärker überwacht. Auf dem Pausenhof gab es immer "Aufpasser", die nach dem Rechten sahen und für alle Dinge gab es bestimmte Zeiten. Ob fürs Essen, Spielen oder auf die Toilette gehen. Gegen 11:30 aßen wir in der Kantine- für uns ziemlich früh, da wir normalerweise später essen. Auch die Speisen an sich waren etwas ungewohnt und kamen bei vielen leider nicht so gut an. Nach der Pause und ein paar gemeinsamen Fotos mussten wir uns bereits von unseren Austauschpartnern verabschieden, da ein weiterer Programmpunktanstand: der Besuch in der Mediathek, bei dem uns eine sehr freundliche Mitarbeiterin vor Ort begleitete. Nachdem alle etwas in französischer Literatur schmökern konnten, sahen wir uns den letzten Programmpunkt an, auf den sich allerdings alle vielleicht sogar am meisten gefreut haben. Nämlich das Wahrzeichen und Herzstück von Ottmarsheim: die berühmte Abteikirche St. Peter und Paul. Diese spezielle Kirche hat eine achteckige Form und wird ährlich von vielen Menschen weltweit besucht. Bereits die Natur um sie herum war ruhig und die sprießenden Blumen und grünen Wiesen ließen den Ort wie eine kleine Filmstadt wirken. Auch in der Kirche herrschte eine ehrfürchtige, aber warme Stimmung und das Sonnenlicht funkelte durch die schönen Mosaikfenster. Gegen zwei Uhr nachmittags war es schließlich Zeit für die Rückfahrt. Wir trafen wieder auf die Achtklässler und führen gemeinsam mit dem Bus zurück. Die Heimfahrt verlief ruhig, und alle waren zwar müde, aber glücklich, mit diesem schönen Tag in die Ferien zu starten. Zusammenfassend war der Ausflug nach Ottmarsheim eine sehr bereichernde Erfahrung. Wir konnten unsere Austauschpartner kennenlernen, eine französische Schule in ihrem Alltag erleben und interessante Orte besichtigen. Dieser Tag bot uns also die Möglichkeit, die französische Sprache praktisch anzuwenden und neue Kontakte zu knüpfen.Trotzdem habe ich auch gelernt, unser eigenes Schulsystem mehr zu schätzen. Im Vergleich zu den Schülern in Frankreich genießen wir nämlich deutlich mehr Freiheit und Mitbestimmung. Außerdem ist das Verhältnis zwischen Lehrkräften und Schülern bei uns weniger autoritär, was zu einem allgemeinen besseren Wohlbefinden führt.



