• Besuch aus dem sächsischen Meerane

    Seit dem 6. September 1990, also einer Zeit zwischen Mauerfall und Vereinigung der beiden deutschen Staaten, besteht zwischen Lörrach und dem sächsischen Meerane eine Städtepartnerschaft. Zunächst war es das Ziel, mittels Amtshilfe die Meeraner Stadtverwaltung den bundesrepublikanischen Strukturen anzupassen. Schon bald kam es aber darüber hinaus zu kulturellen Kontakten und vielfältigen gegenseitigen Besuchen.

  • Geschichte

    Bei Anbruch des dritten Jahrtausends erwacht die Menschheit, streckt ihre Glieder und reibt sich die Augen. Die Reste eines schrecklichen Albtraums schwirren ihr noch im Kopf herum. «Da war irgendwas mit Stacheldraht und riesigen Wolken, die aussahen wie Pilze. Na ja, einfach schlecht geträumt.» Sie tappt ins Badezimmer, wäscht sich das Gesicht und überprüft im Spiegel ihre Falten. Dann macht die Menschheit sich einen Kaffee und schlägt den Kalender auf. «Mal sehen, was heute auf der Agenda steht.»
    Yuval Noah Harari: Homo Deus. Eine Geschichte von Morgen. Aus dem englischen übersetzt von Andreas Wirthensohn, Beck 2017, S.10

    Yuval Harari formuliert hier einen wichtigen Schwerpunkt von Geschichte: Es geht in unserer Zeit des Umbruchs immer mehr darum, unser Handeln, Wünschen und Wollen als ein geschichtliches Produkt zu verstehen; denn auf dieser Grundlage kreieren wir unser Morgen, das sich z. B. aufgrund von Digitalisierung strukturell von allem bisher Erfahrenem unterscheiden wird.

    Unser Geschichtsunterricht thematisiert daher – beginnend mit der 6. Klasse – die „Falten“ der Menschheit: Die Schülerinnen und Schüler lernen, systematisch in fremde, vergangene Welten einzutauchen und deren Lebenswirklichkeit mit wachem und kritischem Auge zu betrachten.

    Wie lebten beispielsweise die Menschen in der Steinzeit und sind wir in unserem heutigen Handeln und unseren Lösungsstrategien so weit von ihnen entfernt? Wieso hatten die Ägypter eine Hochkultur und haben wir – im Vergleich zu ihnen – auch Kultur? Ist die Antike vielleicht finster und das Mittelalter von Erkenntnis erhellt? Eine spannende Frage für ein Gymnasium, an dem besonders die alten Sprachen gepflegt werden!

    In den höheren Klassenstufen stellen wir immer mehr Fragen an unsere jüngste Vergangenheit und Zukunft; erleben, erforschen und überprüfen Geschichte(n) anhand von Quellen, Überresten und Überlieferungen. Es ist uns wichtig, mit außerschulischen Partnern in der Region, z. B. dem Dreiländermuseum Lörrach und dem hiesigen Stadtarchiv, immer wieder mit Schülerinnen und Schülern auf Spurensuche zu gehen und ihren kritischen Blick zu schulen.

    Es ist uns ein Anliegen, die demokratischen Werte wie Toleranz und  Respekt  im Blick zu behalten. Die jährliche Exkursion ins ehemalige Konzentrationslager Natzweiler-Struthof ist dabei – neben Projekten z. B. mit Zeitzeugen zur DDR – ein wichtiger Baustein.

    So lehren wir in Geschichte Schülerinnen und Schülern die Kompetenz, immer wieder ein Fenster zur Welt zu öffnen, um dadurch die eigene, sinnstiftende Identität zu erfahren.

  • Holocaust-Gedenktag 27. Januar 2017

    Am 27. Januar 1945 erreichte die Sowjetarmee auf ihrem Weg Richtung Westen die Konzentrationslager Auschwitz und befreite die überlebenden Häftlinge. Für viele endete damit ein jahrelanges Martyrium. Zur Erinnerung an die vielen Opfer des nationalsozialistischen Terrors ist der 27. Januar seit 1996 in Deutschland ein gesetzlich verankerter Gedenktag.

  • Projekt der Klasse 10c (2017/18) zur Erinnerung an die Reichspogromnacht

    Aufgrund der AfD ist in letzter Zeit immer wieder die Debatte in den Raum geworfen worden, ob die Erinnerungskultur an die Verbrechen der Nationalsozialisten zu ausgeprägt sei. Das Vergangene lähme uns noch immer. Man brauche eine erinnerungspolitische 180° Wende und keine toten Riten mehr. (Die Zeit)

  • Schülergrabung in Kaiser-Augst

    „Ist das wirklich eine echte Grabung oder verstecken die da nur irgendwas?" Diese Sorge wurde den Schülerinnen und Schülern der 7c endgültig genommen:

  • Zeitzeugenprojekt

    „In meiner Vorstellung waren Zeitzeugen bisher immer ältere Leute, die man in einem Rollstuhl ans Rednerpult schob“. So ungefähr formulierte es eine Zeitzeugin, die sich im Dezember für unser Zeitzeugenprojekt der zehnten Klassen zur Verfügung gestellt hatte.

  • Zeitzeugenprojekt der Klasse 8a

    Wie gelang die Integration zahlreicher Flüchtlinge und Vertriebene nach dem zweiten Weltkrieg?

    Angesichts der Tatsache, dass das Dreiländereck seit vielen Jahren Zuzugsgebiet ist und Menschen aus vielen Teilen Deutschlands und der Welt hier Arbeit und Heimat gefunden haben, ist es für die heutige Schülergeneration kaum mehr vorstellbar, dass es von „Hiesigen“ gegenüber Deutschen, die nach dem zweiten Weltkrieg aufgrund von Flucht und Vertreibung aus den Ostgebieten nach Lörrach kamen, massive Ressentiments und Ablehnung gab.